TuESDay mit Ellen


Et hätt noch immer jot jejange!

 

Zu meiner 2. Halbdistanz am 3. September 2017 reise ich in meine Heimatstadt Köln.
Einige Wochen zuvor war der „Test“ beim Berlin XL. Ich hatte mir bewusst diese beiden Wettkämpfe als Debut auf die Mitteldistanz ausgesucht, da die Strecken flach sind.

Ich bin Freitag Abend nach Köln angereist.


Samstag morgen war schön und gemütlich, das Wetter noch bestens. Dann Einrichten der Wechselzone 1 (Schwimmen -> Rad) am Fühlinger See, quer durch die Stadt. Räder dort lassen.

Es regnet. Eigentlich ein no-go, mein Rad im Regen abzustellen, aber so sind die Regeln.
Dann bemerke ich, mein Rad Computer geht nicht, obwohl ich in der Woche zuvor einen neuen gekauft habe, weil der andere auch schon Ausfälle hatte. Kommt die Störung ggf durch die elektrische Schaltung?
Alles resetten, neu programmieren, als wenn man am Vorabend im strömenden Regen nichts Besseres zu tun hätte - und es funktioniert am Ende auch nicht!
Also mental darauf einstellen, ein Rennen ohne Geschwindigkeit- und Km-Anzeigen zu machen.
Super, wie soll das gehen!?!

Sonntag Morgen. RACEDAY.


Die Nerven beruhigen steht wie immer an oberster Stelle.
Einrichten der Wechselzone 2 (Rad -> Laufen) an der Messe Deutz. Das ist so wirr ausgeschildert, dass man die Wege hundert Mal ablaufen muss um seine Sachen später zu finden. Ab in denShuttel Bus raus zum Fühlinger See. Das Rad steht unversehrt dort aber der Tacho geht immer noch nicht.
Also weiter die Nerven beruhigen. Ich bin froh als es los geht und ich durchs Wasser pflügen darf. Es ist nicht meine Disziplin, aber ich fühle mich gut im Wasser und finde meinen Rhythmus. 1,9 km in der Regatta Strecke. Ganz cool, denn man schwimmt entlang der markierte Bahnen hoch, wendet an der Boje und geradeaus wieder zurück. Kein Zick-Zack. Das ist mal was anderes.


Raus aus dem Wasser. Rauf aufs Rad. Jetzt lasse ich alle Energie auf der Straße, vom See quer durch Köln, entlang der Rheinuferstraße durch den Tunnel, Deutzer Brücke, Messe und wieder zurück. 2,5 Runden. Da ich keinen Überblick über das aktuelle Tempo habe (nur Durchschnitt auf meiner Uhr) schieße ich mich stellenweise richtig ab.
Dann der Wechsel in die Laufschuhe. Ich bin wohl ein bisschen voller Endorphine und finde bald mein Tempo.
Ich kann das genießen und bin flott unterwegs. Ich sammel die Läufer vor mir ein. Einen nach dem anderen. Die erste Hälfte läuft super. Die Rheinuferstraße entlang auf beiden Seiten, Blick auf den Dom, Altstadt. Sightseeing in der Heimat! Was gibt´s schöneres!?


Dann ab km 12 leichter Einbruch und ich werde zunehmend langsamer. 4 mal geht es die Brücken rauf und 2 x mit einer
Wendeltreppe. PUUUUHH, das geht ordentlich in die Beine.
Schließlich bin ich im Ziel. Ein Lächeln im Gesicht. So gehört sich das.
Mit 5:18:59 reicht es dann sogar noch zum Treppchen: AK 3! Da bin ich schon ein wenig stolz!!

 

Und so geht ein schöner und ereignisreicher Wettkampftag geht zu Ende!!