Mein Weg zum Ironman Frankfurt


Nun sitz ich hier in meine Hotelzimmer, zwei Tage vor dem Startschuss zu meiner ersten Langdistanz in Frankfurt.
Letzte Woche durfte ich mit Lisa mitfiebern, die ihre Premiere in Roth erfolgreich gefinished hat und jetzt das Gefühl genießen kann, und schon steh ich fast selber an der Startlinie. Wie schnell das letzte Jahr verflogen ist, mit welchen Höhen und Tiefen ich zu kämpfen hatte, und was ich alles erleben durfte, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Eine Langdistanz zu machen gehört für mich zum Triathletendasein einfach dazu.
Meine erste Berührung mit diesem tollen Sport durfte ich vor ca. 11 Jahren hier in Frankfurt machen, als meine Schwester die Ironman-Distanz finishte.
Von dieser Stimmung war ich sofort gefangen und schon damals war klar: Das möchte ich auch mal erleben. Und im Jahr 2017 - irgendwann im September habe ich mich dazu überwinden können - die Anmeldung für Frankfurt in trockene Tücher zu bringen und mich der Herausforderung zu stellen.

 

Sportlich war ich schon immer, aber 226 Kilometer als Wettkampf zu finishen hört sich für mich immer noch völlig crazy an und ich habe höllischen Respekt vor dieser Distanz.

 

Bei meinem Coach Nils Goerke war/bin ich in den besten Händen. So haben wir im November angefangen, auf das große Ziel hinzutrainieren. Triathlon mache ich jetzt auch schon ein paar Jährchen, aber ich musste bald feststellen, dass eine Langdistanz nochmal eine andere Anforderung an einen stellt, als eine Mitteldistanz.
So viel Zeit habe ich noch nie für eine Sportart bzw. für ein sportliches Ziel aufgewendet und musste dem großen Umfang auch Anfang des Jahres Tribut zollen, als ich Knieschmerzen bekommen hab und 3 Monate nicht laufen konnte.
Dass dies allerdings „nur“/vor allem davon kam, dass ich mich nicht gedehnt und eine zu schlechte Rumpfmuskulatur habe, wusste ich erst nicht. Bis nach etlichen Arztbesuchen und Fehldiagnosen mein Freund Hand anlegte und meine Oberschenkel massakriert hat. Von da an ging es wieder bergauf und ich konnte mein Training mit den geplanten Umfängen dann doch noch irgendwie absolvieren. Mal schauen ob ich die 3 Monate Laufpause merke, oder ob meine Beine ganz schnell ins Ziel wollen...

 

Auf jeden Fall freu ich mich sehr darüber, dass meine Familie und meine Mädels extra für mich nach Frankfurt kommen und mich, genauso wie viele andere, über die Laufstrecke schreien werden – ich bin mir sicher, dass das beflügelt.

Ich freue mich auf Sonntag und bin gespannt, ob das meine erste und letzte Langdistanz wird, oder ob mich das Langdistanzfieber packt und ich schon bald an der nächsten Startlinie stehen werde...

 

Wir sehen uns im Ziel

 

Eure Tamara