Es ist soweit  - Lisa ist bereit für Roth

...so bereit, wie man für die erste Langdistanz bereit sein kann.

War es nicht gerade erst November, die ganze Vorbereitung, Trainingslager, die ersten Wettkämpfe lagen noch vor mir.
Nein Lisa, es ist Ende Juni und Roth steht vor der Tür.
Puh, wie viel schweißtreibende und lange Trainingseinheiten liegen hinter mir, die sich oft angefühlt haben nicht enden zu wollen und jetzt ist es vorbei...zum Glück oder Gott sei Dank? Ich weiß es momentan echt nicht. Ich freue mich riesig auf Roth aber ich hab auch einen großen Respekt und etwas Schiss...

Nun aber zum Anfang, dort wo das Projekt Roth begann.
Am 10. Juli 2017, 6:00 Uhr morgens (gefühlt Nacht) fand ich mich, immer noch geflasht vom Rennen einen Tag davor in der Schlange mit hunderten von anderen Triathleten wieder. Alle mit dem Vorhaben, ein Jahr später selbst an der Startlinie zu stehen.
Ein langer Weg stand nun vor mir.

 

Nach 1 Monaten Triathlonpause, startete meine Vorbereitung im November.
Erst einmal hieß es Grundlage schaffen, was soviel hieß wie neben Rolle, Schwimmen und Langlaufen immer längere Läufe zu überstehen. Wenn das Wetter zu schlecht war bzw. die Straßen zu eisig ging es aufs Laufband ansonsten war ich immer froh wenn es der Schnee zu ließ meine Einheiten draußen zu starten.
Motiviert ging es auch 3x die Woche um 5:30 Uhr ins Wasser, was ich jedoch nur durch zuverlässige Mitschwimmer/innen schaffte(gemeinsam leidet es sich doch besser).

Im April ging es dann ins Trainingslager nach Mallorca, somit endlich aufs Rad ohne auf der Rolle festgehalten und eingespannt zu sein. Schnell merkte ich, dass auch lange 4-5h Radausfahrten alleine genauso anstrengend und hart werden können wie die Einheiten auf der Rolle.
Zum Glück bekam ich schnell Gesellschaft von Tamara.
Wenn die Trainingsvorgabe und das Tempo einigermaßen zusammen passt, ist es einfach schön lange Trainingseinheiten gemeinsam zu gestalten. Es werden Höhen und Tiefen zusammen durchlebt, gegenseitig aufgebaut und ich lernte, dass auch Snickers, Twix, Apfelschorle und Sandwich zum Gourmet Essen werden können

 

Das Trainingslager sollt natürlich nicht alles gewesen sein, denn jetzt ging es gefühlt erst richtig los. Lange Koppeleinheiten, seeeehr lange Rad und Laufeinheiten sollten zu meinem wöchentlicher Begleiter werden.
„Du wolltest es ja so“ musste ich mir bei Jammeranflügen anhören...(ich weiß, ich weiß) es waren auch nur kurze Jammerphasen.

Ach wie war es schön, als dann die Wettkämpfe starteten. Mal schauen was das ganze Training gebracht hat und man kommt endlich aus dem Trainingstrott etwas heraus.
Über Kalterer See, St. Pölten, Liga Weiden & Trebgast waren es genug Wettkämpfe um danach zu wissen, Roth wird lang, seeeeehr lang sogar!

Neben Schwimmen, Radfahren und Laufen gibt es noch ein großer und sehr wichtiger Punkt der mir sehr viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Die ERNÄHRUNG.
Denn: Ohne Mampf, kein Dampf
Was nehme ich den über 180 km Rad und 42km Lauf zu mir??? Ich habe vieles getestet, süß, salzig, Gels, Riegel...In Roth zeigt es sich, ob ich mich für das Richtige entschieden habe.

 

So, jetzt stehe ich hier, 3Tage vor Roth, das Training ist erledigt und ich hab viel Zeit für die lieben Fragen:
Schaff ich das überhaupt?...
Habe ich genug trainiert?...


Und so weiter und so weiter....Der Kopf spult seinen eigenen Film ab. Immer und immer wieder.

Am 1. Juli werde ich es wissen!

 

Mein Fazit nach 8 Monaten Training:

- es wird einem in der Trainingszeit garantiert nicht langweilig
- es ist viel schöner einige der Trainingseinheiten mit lieben Menschen zu durchleben/leiden aber vor allem genießen zu können
- ich bin ein großer Snickers-Fan geworden, danke Tami! (das muss aber nach Roth wieder reduziert werden)
- Ernährung ist das A und O
- hört auf euren Körper und nutzt die oft im Eck stehende Blackroll

 

Soooo jetzt wünsche ich allen Starten in Roth ganz viel Spaß, genießt es und saugt die wahnsinns Atmosphäre auf!

 

Eure Lisa