Gesucht - Gefunden

JA, ich habe es getan! Ich war dem Aufruf von Racing Aloha gefolgt und hatte mich als Bergziege für den Platz in ihrer Stafette beworben. Ein paar Tage später dann die Nachricht, dass sich die Racing Aloha Girls für mich entschieden hatten. Hurra!
Das Radl unter der Woche nach der Arbeit noch extra auf Hochglanz poliert (#wenigstensgutAussehenbeimLangsamfahren), ging es am Freitagabend von München ins Allgäu, wo ich am Rennmorgen die anderen Mädels kennenlernen durfte. Der Grünten war noch von tiefhängenden Wolken verhüllt, ich konnte also noch nicht erahnen, was mich erwartet. Die morgendliche Kühle ließ keinen Zweifel mehr am baldigen Herbsteinzug. Trotz des starken Windes hielten sich die Wolken – die Überraschung sollte wohl so lange wie möglich geheim bleiben.


Ich war nach dem Traillauf gleich als Zweite dran und begab mich fokussiert und doch aufgeregt zu meinem Startpunkt. Allmählich kam auch die Sonne raus, der Wind jedoch blieb so wie meine Aufregung. Und dann geschah es! Als die Mitstreiter sich langsam am Startpunkt sammelten, flog mir beim Aufpumpen des Vorderreifens das Ventil mit einem lauten Knall um die Ohren. Meine Konzentration auf das Rennen war erst mal dahin und ich musste noch hektisch den Schlauch wechseln. Glücklicherweise bin ich immer ein wenig zu früh dran und habe es noch rechtzeitig geschafft. Eine weitere Panne durfte aber nicht mehr kommen…
Die ersten Läufer kamen schon angeflogen, Lisa war ganz vorne dabei. Sie drückte mir den Chip in die Hand und ich schwang mich aufs Rad. 7,8 km mit 360 Höhenmetern lagen vor mir. Es sollten wirklich verdammt harte 7,8 km werden. Der Wind blies unerbittlich von vorne und es fühlte sich an, als würde sich der Berg aktiv dagegen wehren befahren zu werden. Sein Freund, der Wind und er wollten mir zeigen, dass die Natur die Oberhand hat. Doch ich gab nicht auf! Die Stimmung der Strecke entlang war wirklich super und hat mich immer wieder motiviert, doch wieder fester in die Pedale zu treten und ich quälte mich Meter für Meter die Straße hoch. Als ich endlich oben war, war ich heilfroh, den Chip an Bergläuferin Nadine übergeben zu dürfen. Erschöpft suchte ich schnell meinen Rucksack mit der warmen Kleidung und genoss dann ausgiebig den schöneren Teil der Strecke: die Abfahrt.
Ich fuhr gemütlich zurück zum Start, der auch gleichzeitig das Ziel ist, wo wir zusammen auf unsere Läuferin (Straßenlauf) Christina warteten, die nochmals eine Hammerzeit rausgehauen hat.


Fazit: ein echt tolles Rennen, gerne nächstes Jahr wieder.
Großen Dank auch an die Mädels von Racing Aloha, die mir den Platz überlassen haben und an das tolle Publikum an der Strecke.
Ich wünsche Euch allen eine erholsame Off-Season


Eure Rennschnecke Nadine Deckensattl