MÄRZ 2019


LAPPLANDMONTAG

 

Kälte - Trainingslager in Lappland

 

 

 

Zum ersten Mal seit einigen Jahren stand Ende des Winters für mich kein Trainingslager an, also keine frühzeitige Sommer-Kostprobe auf Fuerteventura oder Mallorca, so wie es für den gemeinen Triathleten üblich ist. Da ich mich letztes Jahr zu einer (fast vollständigen) Triathlon Abstinenz für 2019 entschlossen hatte, entschied ich mich, meinen Urlaub dafür zu nutzen, eine gute alte Freundin in Schweden zu besuchen. Das ganze hat mit Triathlon relativ wenig zu tun, aber dafür bekommt ihr von mir einen kurzen Bericht von einer ganz besonderen Reise in den hohen Norden. Und da alle, die mich besser kennen, ganz genau wissen, dass ich mich, hätte ich die Wahl, immer eher für eine Verbannung in die Wüste als in die Arktis entscheiden würde, war immerhin ein gewisser Trainingsreiz bezüglich Kältetoleranz zu erwarten:

 

 

 

Los ging's um 18 Uhr mit dem Nachtzug von Stockholm in Richtung Norden, 16 Stunden Fahrzeit, 1235 km, 6 Leute pro Liegewagen-Abteil, Orient-Express-Feeling, nur eben etwas kälter außerhalb des Zugs und glücklicherweise ohne Mord. 6 Uhr morgens Sonnenaufgang und Landschaftsbeobachtung vom Bett aus. Grandios! 10 Uhr morgens Ankunft: -10 Grad und strahlend blauer Himmel.
Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens, liegt nördlich des Polarkreises, es liegt dort überall Schnee, alle Straßen sind weiß, eigentlich ist alles weiß, alles ist gefroren. Und das seit über 6 Monaten. Und weil ja bekanntlich von nichts nichts kommt, hatten wir uns entschieden, nicht im Hotel, sondern wie die Samen im Tippi zu übernachten. Nachts bei -18 Grad im Schlafsack, wenn die Glut des Feuers erloschen ist, sehnt man sich da manchmal doch ins normale Trainingslager irgendwo im Süden, und zwar selbst bei Regen auf Mallorca. (Das bleibt jetzt mal unter uns.) Aber der Moment, wenn man irgendwo im Nirgendwo in der schwedischen Steppe ohne eine Menschenseele im Umkreis von vielen Kilometern, nur Pia und Ida, vorm Tippi am selbst gemachten Feuer sitzt und Lachs isst, und dann auf einmal die Nordlichter anfangen zu tanzen, so dass man vor Schreck fast den guten Fisch verschluckt, dann ist das schon etwas ganz ganz Besonderes und macht alle Kälte wieder wett. Ach ja, und dann war da noch das Hundeschlitten-Fahren und das Eis-Yoga, also Yoga im Schnee-Anzug bei ca. 40 cm Neuschnee, mit den Langlauf-Ski platt getreten, um die Yogamatte und das Rentier-Fell darauf auszubreiten... und die Menschen die so nordisch und trocken sind, dass selbst ich als Norddeutsche mir vorkomme wie eine Latina. Ich werde diese Erlebnisse nie vergessen! Aber keine Ahnung, ob das mit dem Kälte-Trainingseffekt geklappt hat. Hoffentlich!
Ich freu mich jedenfalls ziemlich auf den Frühling!!! 😉

Bis bald,
Ida



ABC-MONTAG

 

18.03.2019

 

A wie Aloha
B wie beflügeln
C wie Chocolate
Den Sport auszuüben den man gerne macht, mit Menschen die die gleiche Leidenschaft teilen, an tollen Orten dieser Welt ist ein Privileg. Und vor allem macht es mächtig Spaß! Meistens zumindest.
Manchmal tuen die Einheiten auch einfach richtig weh, oder im Wettkampf läuft es gerade nicht so wie man es sich vorstellt. Oder man hat Hunger. Letzteres sollte gelegentlich schon einmal für ordentlich schlechte Laune gesorgt haben.
Habt ihr Strategien für die Situationen, wenn ihr merkt, dass die Laune sinkt? Oder Gedankenspielchen um sich in anstrengenden Situationen bei Laune zu halten?
Also von 100 sieben abziehen zählt nicht, das lenkt zwar ab, aber die gute Laune hat es mir selten zurück gebracht.
Ich fange im Kopf immer an zu singen. Lieder die mich positiv stimmen, Spaß machen oder einen guten Rhythmus z.b. fürs Laufen erzeugen. Letztens bin ich pfeifend an einem älteren Mann vorbeigelaufen, ich glaube er hat mich für verrückt erklärt (im Grundlagenlauf hatte ich wohl noch genug Luft übrig )
Vor kurzem habe ich über das Motivations - ABC gelesen: denkt euch positive Begriffe für jeden Buchstaben im Alphabet aus! Schier endlose Möglichkeiten, sich durch positive Gedanken beflügeln zu lassen.
Ich werde das bei Gelegenheit mal testen.


In diesem Sinne
#ausdemwegichmussdasABCüben
Eure Sabrina



BYE-BYE-MUC MONTAG

 

11.03.2019

 

Mein Abschiedsbrief an die Großstadt:

 

Mein erstes und sicherlich letztes Jahr in der Großstadt ist vorüber, die Kisten sind gepackt und ich klappe erstmals die Rückensitze meines Autos nach oben. Unzählige Male hievte ich in den letzten Monaten mein Rad in den Kofferraum. Anfangs, um außerhalb der Stadt vernünftig trainieren zu können - später um möglichst oft nach Hause zu fahren. Raus aus dem Trubel und der Hektik, weg vom Verkehr, raus in die Natur!

 

Aber eins nach dem anderen: Ich wuchs in der Kleinstadt auf und studierte dann in Schwäbisch Gmünd, was auch nicht gerade groß ist. Dass ich nicht für die Großstadt gemacht bin, war mir eigentlich schon immer klar aber ich hatte das Gefühl, es später einmal zu bereuen, immer nur Kleinstadtkid gewesen zu sein. Vor einem Jahr dann die perfekte Gelegenheit: Ich zog für meinen ersten Job nach München.

Meine Euphorie war groß: Im Olympiapark drehte ich meine Laufrunden, testete mich durch die große Auswahl an Schwimmbädern und verbrachte wunderbare Trainingstage an der Olympia-Regattastrecke. In Forstenried feierte ich meine neue 10km-Bestzeit und beim „Wings for Life Worldrun“ meinen längsten Lauf. Ich hörte von meinem Bett aus Ed Sheeran-Konzerte, kassierte Strafzettel weil meine Nachbarschaft aufgrund eines Andreas Gabalier-Konzerts aus allen Nähten platzte, kutschierte mein Rad für nahezu jede Einheit an den Stadtrand, explodierte innerlich auf vollen Schwimmbahnen und zahlte horrende Preise für die Miete meines WG-Zimmers, das ich mir mit meinem Rennrad teilte. Ich packte irgendwann jede Woche meinen Koffer, um in meine geliebte Kleinstadt zu fliehen.

 

„Daheim“ kann ich stundenlang radeln und begegne dabei keiner einzigen Ampel. Meine Laufstrecken führen über Wiesen und Felder, ich treffe Esel, Kühe, Pferde und sogar Biber. Ich habe meine Vereine, Trainingsgruppen, Familie und Freunde vor der Haustür. Sogar die Einkaufsmöglichkeiten sind hier besser. Und niemand klebt Hundekacke an mein Auto, wenn ich es zum Beladen für 5 Minuten vor meiner Haustüre abstelle.

 

Ehrlich gesagt, verstehe ich den Hype um die Großstadt einfach nicht. In den letzten Monaten habe ich mich mehr darüber geärgert, als dass ich das besondere Flair genießen konnte. Mein Umfeld wirkte auf mich wahnsinnig gestresst, der Alltag war viel umständlicher und ich hätte mir von den abartigen Mietkosten ein mehr als geiles Zeitfahrrad zulegen können.

Als Triathletin verbringe ich meine Zeit am liebsten mit Schwimmen, Radeln und Laufen - was liegt da näher, als sich eine perfekte Umgebung dafür zu suchen. Großstadt ist durchgefallen.

 

Sagt es mir: Was reizt Euch am Big-City-Life?

Glücklich bin ich aber über neue Freundschaften, die dort im letzten Jahr entstanden sind! Für diese werde ich sicherlich das eine oder andere Mal zurückkehren.

 

Adieu.

Eure Mona.



WENN DAS HERZ NICHT WILL

 

04.03.2019

 

Mädchenmontag am Rosenmontag

„Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag? War ich 3 Tage wach...?“,
....Ich war TANZEN! Denn es ist Faschingshöhepunkt (oder Fasnet, oder Karneval,..für alle nicht Allgäuer), da lässt man doch gern die Rolle im Eck stehen oder den Badeanzug noch ein paar Tage länger trocknen.

Ich liebe es, die Lieder, die Kostüme, einfach total verrückt sein, und ob jung oder alt, alle sind zusammen am Feiern!
Berthold Brunnputz sagte:
Wer sich am Karneval nicht austobt, muss das ganze Jahr darunter leiden. Der Karneval ist so etwas wie eine seelische Generalreinigung.
Und ich finde, da hat er Recht! Am Mittwoch beginnt direkt die Fastenzeit, dann wird es wieder ruhiger und wir können auch,nach der seelischen, noch die körperliche Generalreinigung durchführen.


Wie schaut’s bei euch aus? Seid ihr auch unterwegs oder eher Faschingsmuffel?


Zeigt eure Kostüme!

Eure Anna