Mädchen-Montag


Foto: We are the ladies
Foto: We are the ladies

Als vor einiger Zeit in unserer Gruppe "Racing Aloha Girlstalk" ein typisches Mädelsthema aufkam, stellte ich fest, wie wenig man sich eigentlich um die wirklichen Mädelsthemen austauscht.

Deswegen geht´s heute um Verhütung!


Und zwar nicht um hormonelle Verhütung, sondern Verhütung nach der „Symptothermalen Methode“.
Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht!

 

Wer es leid ist, den Körper mit Hormonen zuzudröhnen, der landet früher oder später bei dieser Methode, die auch unter dem Namen “nfP“ (Natürliche Familienplanung) bekannt ist.

Je mehr ich mit Freundinnen gesprochen habe, desto öfter habe ich festgestellt, dass ich eine der wenigen bin, die nicht mit dieser Methode verhütet. Also hatte ich vor einiger Zeit angefangen mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Schließlich ist jedem bekannt, dass es sicherlich nicht förderlich für den Körper ist über Jahre natürliche Vorgänge hormonell zu beeinflussen.
Sportler planen so viele Dinge, Nahrungsergänzung, Bikefittings, Laufanalysen und so weiter und so weiter. Aber auf das, was man sich an z.B. als Tabletten oder Hormonen einwirft, wird viel zu wenig geachtet – meiner Meinung nach.

 

Fangen wir von vorne an.

Worum geht´s:
Ich möchte hier keine Anleitung geben, wie Ihr das ganze wirklich anwenden sollt, sondern einfach mal kurz darstellen, wie einfach es sein kann, auf Hormone zu verzichten und wie simpel diese Methode ist, wenn man sich ein bisschen damit befasst hat.

Wollt Ihr mit der Methode verhüten, ist es wichtig, die Tage mit dieser Methode rauszufinden, an denen Ihr nicht schwanger werden könnt!!!

Also, wir sprechen hier über eine tägliche Kombination aus Körpertemperaturmessung und Zervixschleimbeobachtung. Klingt aufwändig, ist es am Anfang auch, aber es ist auch erstaunlich, wie gut man seinen Körper kennenlernt.

 

Was wird benötigt:
Ein digitales Thermometer mit zwei Nachkommastellen. Ein Zyklus Blatt oder eine Zyklus App. (z.B. myNFP)

 

Wie wird´s gemacht:
Ganz einfach, du beginnst am ersten Tag deines Zyklus mit der Temperaturmessung.
Der erste Tag des Zyklus beginnt mit dem 1. Tag der Periode – dies nur nochmal zur Erinnerung! Foto: We are the ladies;-)
Wichtig ist, dass du an jedem Tag zur gleichen Uhrzeit direkt nach dem Aufwachen, aber noch vor dem Aufstehen deine Temperatur misst. Du solltest mindestens 1-2 Stunden vor dem Messen geschlafen haben.
Messen kannst Du oral, rektal oder vaginal. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du pro Zyklus immer an der gleichen Stelle misst und immer das gleiche Thermometer benutzt. Und IMMER 3 Minuten misst, auch wenn das Thermometer schon vorher piepst.
Die Messwerte trage ich immer in die „myNfP“-App ein, man kann diese aber auch auf Merkblättern notieren; Vorlagen hierzu gibt es im Internet.

Jeder Zyklus wird unterteilt in eine „Tiefphase“ und eine „Hochphase“.
Die erste Phase, die „Tiefphase“ beginnt mit dem ersten Zyklustag und bleibt bis zum Eisprung bestehen. Auch fruchtbare Phase genannt.
Nach dem Eisprung beginnt die „Hochphase“ und die Temperatur steigt um 0,2 – 0,5 Grad an. Dieses Temperaturhoch bleibt bis zum Eintreffen der nächsten Periode bestehen. Das ist deine unfruchtbare Phase.

 

Bei der symptothermalen Methode kann das Ende der fruchtbaren Phase besser bestimmt werden als der Anfang. Deswegen bedarf es schon ein paar Übungszyklen, dass Ihr diese Methode auch wirklich sicher verwenden könnt.

Das eindeutigste Anzeichen, dass die fruchtbare Phase vorüber ist, ist der Anstieg der Temperatur.
Steigt an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die Temperatur höher als an den sechs vorangegangen Tagen, hat am dritten Abend mit der erhöhten Temperatur der Eisprung stattgefunden.

Wichtig ist hier zu wissen dass nach dem Eisprung die unfruchtbaren Tage beginnen und somit auch die Temperatur wieder fällt.

Und nein, der Eisprung ist nicht wirklich immer nach 14 Tagen wie man so häufig liest, das ist absolut unterschiedlich und kann häufig variieren.

 

Was hat es mit dem Zervixschleim auf sich?
Klingt eklig und kaum jemand spricht drüber, aber der ZS ist neben dem Temperaturanstieg ein super sicheres Merkmal für die Veränderung innerhalb des Zyklus.
Die Unterschiede zu erklären, sprengt den Rahmen, aber rund um den Temperaturanstieg und somit Eisprung, verändert sich die ZS-Qualität und ist somit ein wichtiges Detail zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage.

Wer nicht verhüten, sondern die Familienplanung vorantreiben möchte, für den ist diese Methode ebenfalls super, denn man kann den Zeitraum um den Eisprung genau bestimmen und hat damit direkten Einfluss auf die weitere Planung.

Dafür ist die Methode eigentlich auch „erfunden“ worden! Foto: We are the ladies

 

Kurzform:
Den ersten Teil deines Zyklus bist Du fruchtbar.
Den zweiten Teil nicht.
Safety first! Foto: We are the ladies;-)

 

Weil das Thema so wahnsinnig komplex ist, findet Ihr hier weitere wertvolle Tipss und Literatur:

We Are The Ladies
https://www.mynfp.de/

 

Wollt Ihr mehr wissen, schreibt uns gerne!

 

Habt einen guten Start in die Woche

Julia