mitteldistanz-Montag


 

#LimaleidetamMädchenMontag

 

Wie war das letze Woche?! „Live to Ride und das große Sterben beim laufen“… oh wie gerne hätte ich mir gestern nur die 2,5 km um den See in Weiden herbei gewünscht.

Es ist Sonntag, 5 Uhr und der Wecker klingelt mich aus dem Schlaf

-> Raceday 
Ich bin auf dem Camping Platz in St. Pölten, ein langer und vor allem heißer Tag steht uns bevor.
Ich glaube Lisa hat bereits ihren Morgenkaffe getrunken, als ich mich endlich aus dem Zelt quäle.

Um 6 Uhr geht’s ab zur Wechselzone, einmal checken ob das Rad die Nacht auch gut überstanden hat.

7:15 Uhr, Vorfreude, Anspannung, Adrenalin – Startschuss!!! Ausgeschlafen sind Lisa und ich zwar nicht, aber in diesem Moment hellwach und bereit für den Start springen wir gekonnt elegant in den See.

Ist man durch den ersten See geschwommen, gilt es schnell die ca. 200 Meter Landgang zum nächste See zu spurten und weiter ins nächste kühle Nass den zweiten Teil der ersten Disziplin zu bewältigen.

 

7:50 Uhr: Gemeinsam stehen wir in der Wechselzone – Disziplin 1 von 3 ist geschafft!
Der Radstrecke hält wunderschöne 90 km für uns bereit. Position finden, tief bleiben, den kühlen Wind spüren und immer schön Druck auf dem Pedal - Wie schön es sich anfühlt wenn es einfach gut rollt. Mit einem kleinen Vorsprung auf Lisa biege ich ein zweites Mal in die Wechselzone ein.

Die Uhr zeigt 10:40 Uhr: Disziplin 2 von 3 ist geschafft, check!

Und jetzt? Die Temperaturen steigen stetig, eine gewisse Müdigkeit macht sich breit und dazu warten jetzt lange 21km auf uns.
Aber es hilft nix. Nach einem schnellen Wechsel in die Laufschuhe schaue ich auf die Uhr. 21 km können so unendlich weit aussehen.


Ich versuche mich mit positiven Gedanken zu motivieren, unterteile die Strecke gedanklich in mehrere Abschnitte und hangele mich so von Verpflegungstation zu Verpflegungstation. Dort gibt es kaltes Wasser, nasse Schwämme und Cola. Zunehmendes wird es ein Kampf mit mir selbst, gegen die Hitze und die Erschöpfung. Aber mit jedem Schritt komme ich dem Ziel ein bisschen näher und KM um KM darf ich auf die Haben-Seite notieren! Das Rennen entwickelt sich zum erwarteten großen Leiden auf der Laufstrecke!


3,5 km vor dem Ziel flitz Lisa wieder an mir vorbei. Ich rufe ihr noch ein paar aufmunternde Worte zu, bin aber gedanklich schon extrem mit mir, der Wärme und der Energiezufuhr beschäftigt. Nach langen letzten Kilometern kommt endlich das ersehnte Ziel! Die Zeit bleibt stehen - fertig für heute.

Was uns bleibt? Ein dicker Sonnenbrand, das Gefühl es trotz Qual und Leiden am Ende eines langen Wettkampftages doch wieder geschafft zu haben und, das vermutlich wichtigste, zwei wunderschöne Tage mit vielen Bekannten Gesichtern und tollen Leuten

 

Danke liebe Lisa: Gemeinsam leidet es sich ein bisschen leichter