Kopfleer-Montag


Foto: Anton Herb
Foto: Anton Herb

 

Kennt ihr das? Euer großes Ziel, auf das ihr euch wochen- oder sogar monatelang vorbereitet habt, rückt näher und plötzlich wird der ohnehin schon anspruchsvolle Alltag zur Zerreißprobe.

 

In einer normalen Arbeitswoche bin ich mehr als 40 Stunden im Büro, in Kundengesprächen, bereite Termine vor oder nach und muss mich natürlich konzentrieren keine Fehler zu machen. Gar nicht so leicht, wenn sich das Gedankenkarussell immer mehr um diese 226 Triathlon-Kilometer drehen, die bald auf einen zukommen.

 

Mittlerweile habe ich den Großteil meines Trainings hinter mich gebracht, weitere 12-15 Stunden pro Woche, die ich dem Sport unterordne – aus freien Stücken, weil ich ein Ziel habe und unbedingt die Ziellinie in Frankfurt erreichen möchte. Am liebsten mit einem Lächeln und tanzend natürlich!

 

Nun habe ich ein paar Tage versucht ein passendes Thema für eben diesen Mädchen Montag zu finden. Es grenzte tatsächlich an Überforderung!
Denn: Es herrscht Leere in meinem Kopf.
Der Job, das Training, unser wirklich tolles Racing Aloha Rookie-Projekt – all das kostet Kraft, physisch wie psychisch. Und ich spüre, dass es Zeit wird, dass endlich der Startschuss am Langener Waldsee fällt.
Denn auch wenn das Trainingspensum nun etwas weniger wird, so gilt es jetzt alle Vorbereitungen zu treffen, an alles zu denken, Besorgungen zu erledigen, Zeitpläne zu schmieden und so weiter. Die typische Wettkampf-Orga eben, nur irgendwie ist auch die bei einer Langdistanz anspruchsvoller als bei allem was ich sonst bisher im Triathlon gemacht habe.

 

Ich erlebe gerade das, was einige von euch vielleicht schon kennen und es selbst schon erfahren haben:
Eine Langdistanz beginnt eben nicht mit dem Startschuss und endet mit dem Zieleinlauf. Es sind die Tage, Wochen, Monate, die wir vorher aufopfern und investieren.
Schweiß, manchmal vielleicht auch die ein oder andere Träne, aber immer mit unfassbar viel Spaß und Freude am Sport (mal ausgenommen das Schwimmtraining um 5.30 Uhr in der Früh, das wirklich nur Dank meiner „Leidensgenossinen“ Lisa, Anna und Carina durchzustehen war).

Es ist nicht nur der Körper, dem wir in der Vorbereitung so einiges abverlangen, es sind auch Kopf und Geist, die strapaziert werden.

 

Nun sind es nur noch knapp zwei Wochen bis zum Ironman Frankfurt. Für alle Starter beim Challenge Roth heißt es schon ab heute: It’s Race Week!

Ich wünsche euch allen ganz viel Spaß – egal ob auf oder an der Strecke – und das eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr eure Ziele erreicht!

 

Eure Tamara