JULI 2019


FITNESS-KNIGGE

 

29.07.2019

 

Fitnessstudios vs Outdoor
Wie sieht es bei euch aus?
Mal ehrlich, seid ihr eher der Typ Fitnessstudio a la Poser, sexy Outfit, top gestylten und geschminkte Frauen und auf der Suche nach dem ein oder anderen sportlichen Flirt, oder doch eher Team Outdoor, wo man schwitzen, laut keuchen und schnaufen kann so viel man will und ohne, dass man komisch angeschaut wird?
Da ich immer zum schwimmen ins Fitnessstudio gehe, bekomme ich so einiges mit und muss oft einfach nur schmunzeln 🙈
Denn warum pudert man sich vor dem Sport noch mal das Gesicht ab oder das Dekolleté? Selbst wenn man mit männlicher Begleitung zum
Sport geht.
Ich wäre da ja eher der Typ „wir geben uns jetzt so die Kante bis einer halbtot vom Laufband fällt oder burbees bis zum umfallen oder squats bis der Hintern und die Beine nur so brennen 🔥💪 und der
Schweiß nur so tropft 😂
Eure Jessi



CO2-BILANZ

 

22.07.2019

 

Die CO2 - Bilanz von Triathlon
Ja, ich weiß, der Zug ist abgefahren. Das Thema ist sowas von durchgekaut, eine Lösung erscheint jedoch trotzdem so weit entfernt wie T2 auf der Langdistanz an einen ganz ganz schlechten Tag mit mind. 3 Platten und Hunger-Ast.
Trotzdem wollte ich mal erwähnen, dass ich es jeden Freitag sehr schade finde, dass ich arbeiten muss, weil ich ein Riesen Fan von "Fridays for future" bin. Wie gern wäre ich Schüler, dann würde ich da Vollgas einsteigen... Da das primär nicht realisierbar ist, versuche ich mir anderweitig meine Gedanken zu machen, und zu versuchen kleine Dinge in meinem Leben zu verändern, wie zum Beispiel weniger Auto zu fahren und weniger Plastik zu benutzen. Und dabei fiel mir auf, wie unglaublich unökologisch wir Triathleten sind... - wir fahren im Sommer fast jedes Wochenende auf einen Wettkampf, eigentlich immer mit dem Auto, da das ganze Material, was man für einen Triathlon braucht nicht wirklich transportierbar ist - manche von uns fliegen im gleichen Jahr nach China um die Quali zu holen und dann natürlich noch nach Hawaii und zwischendurch noch eben nach Nizza zur 70.3 WM. Und dann auch noch nach Neuseeland nächstes Jahr... - und Trainingslager geht natürlich auch nur auf Mallorca und Fuerteventura. Denn wer hat schon Lust im Februar seine Kilometer als Eiszapfen zu absolvieren. Da wär man ja fast froh über etwas mehr Klimaerwärmung...
- Und dann kommt noch der Müll dazu: tausende wenn nicht sogar Millionen Plastikbecher oder auch Pappbecher (due sind ja auch nicht viel besser) und Plastikflaschen und Gels und Riegel und und und...
- Und damit hab ich bestimmt immer noch nicht an alles gedacht... Das einzig positive hinsichtlich Triathlon und Ökobilanz könnte sein, dass durch den Triathlon-Trend der letzten Jahren manch ein Formel-1-Motorsportler nun Triathlet geworden ist... und dadurch von einer noch schlechteren Ökobilanz sozusagen zu uns "aufgestiegen" ist... Und damit ein herzlichen Willkommen an alle Ex-Formel-Fahrer- und Fahrerinnen!

Und nochmal ganz ehrlich: lasst uns den Zug nicht noch weiter anfahren lassen, sondern lieber selbst mehr Zug fahren!
Was sind eure Ideen für weniger CO2?



STÖSSCHEN

 

15.07.2019

 

Mona verwirrt inmitten von Einhörnern, Feenstaub und prickelnder Brause. „Eigentlich hab ich gar keine Lust, aber jetzt mach ich halt einfach mit“ war letzten Freitag mein Gedanke. Ich hatte mich nämlich vor ein paar Monaten zur Anmeldung bei einem Frauenlauf überreden lassen. Puh, das ist eigentlich gar nicht mein Ding aber ich wollte nicht der Spaßverderber sein und hab natürlich mitgemacht.
Man hat dort eine Stunde Zeit und die Strecke ist 2,5 km lang. Für jede Runde bekommt man ein Bändchen, das man später gegen ein Glas Prosecco eintauschen kann. Eine Zeitmessung gibt es nicht.
Eine riesige Horde an sportbegeisterten Frauen im gleichen pastellfarbenen Shirt, viel Glitzer, lustige Verkleidungen, top Stimmung.

Mein Eindruck ist, dass an solchen Frauenläufen hauptsächlich Frauen teilnehmen, die erstmals eine Laufveranstaltung ausprobieren möchten und keinen Wert auf Platzierungen und Zeiten legen oder einfach eine Gaudi mit ihren Freundinnen haben möchten. Und das ist erstmal wunderbar!

Dass so viele Frauen Freude am Laufen haben ist wirklich toll und beeindruckt mich! Ich freue mich für jede Einzelne, dass sie zum Laufen gefunden hat und sich bereit fühlt, bei einem Lauf teilzunehmen anstatt nur einsame Runden im Wald zu drehen.
Aber brauchen wir dafür wirklich Frauenläufe? Warum stellen wir uns nicht einfach an die Startlinie einer „normalen“ Laufveranstaltung? Und was soll überhaupt das mit dem Prosecco?
Für mich passt das irgendwie nicht zusammen - zumal ich den Eindruck habe, dass bei diesen Formaten noch viel viel mehr Müll anfällt, als das bei anderen (ohnehin schon viel zu sehr) der Fall ist: alleine die tausenden Einweg-Sektgläser, die alle Teilnehmerinnen bekommen... Mädels, was meint ihr dazu? Und was sagen überhaupt die Männer?



PLATTENPANIK

 

08.07.2019

 

PPPPPPFFFFFFfffffff….. „oh Fuck, Platten?! Nein! Das ist nicht mein Reifen, es schleift bestimmt nur gerade was. Es läuft doch grad so gut, ich hab jetzt keinen Platten“
…..ffffffff… „Okay, das ist mein Reifen. Halte an. Und was mach ich dann? Ich will jetzt nicht das Rennen beendet, es macht gerade so Spaß.“
Innerhalb weniger Sekunden ging mir ziemlich viel durch den Kopf, von Nicht-Wahrhaben-Wollen bis sich darüber zu ärgern.
Aber jetzt mal von Anfang an. Vor zwei Wochen war ich voller Vorfreude auf den Unterallgäuer Triathlon. Ich war sehr motiviert und gespannt, was dieses Jahr drin ist. Denn ich fühlte mich gut.
Wir sprachen noch darüber, wie toll es gerade ist, dass ich mich innerhalb der letzten 2 Jahre bei jedem Wettkampf immer ein Stück steigern konnte, es nie was schiefging und ich zu jedem Triathlon ein bisschen fitter wurde.
Es war Raceday, es war heiß und es war eine tolle Stimmung.
Peng!! Da war der Pistolenschuss und ich lief gerade vom Einschwimmen in Richtung Land. Ähm ok, alle ballern los, ich dreh mich um und zieh mit. Na gut, das war nicht mein bester Start, aber ich kam trotzdem ganz ordentlich rein. Nochmal Glück gehabt 😅
Auf dem Rad hatte ich richtig Bock, in den ersten 15 Km konnte ich an ein paar Mädels vorbeifahren und es fühlte sich einfach schnell und richtig geil an 😇
Jaaaa, bis ich dann am Straßenrand mit meinem platten Hinterrad stand. Ohne einen Wechselschlauch, Pumpe oder Kartusche. Das Rennen war für mich erstmal beendet, ich ärgerte mich und die Tränen schossen mir so schnell in die Augen, wie die Luft zuvor aus dem Reifen schoss.
Vielleicht auch einfach ein bisschen dumm von mir kein Wechselzeug dabei zu haben. Aber ich dachte mir immer: Bis zu der Länge einer olympischen Distanz fange ich nicht an im Wettkampf den Schlauch zu wechseln. Dann ist das Rennen eben vorbei. Jedoch stand ich jetzt da und wollte partout nicht, dass das Rennen jetzt vorbei ist.
Kurz danach war das Glück dann auch noch ein bisschen auf meiner Seite, der liebe Zuschauer am Streckenrad fuhr mich mit seinem Motorrad 2 km zurück, weil dort mehr Zuschauer waren.

Hier traf ich glücklicherweise auf einen Kumpel, dem ich eigentlich nur mitteilen wollte, dass ich raus bin. Doch da lag zufällig in der Wiese neben ihm ein Hinterrad😉, also bin ich ganz schnell zurück zu meinem Rad, hab das Laufrad gewechselt und bin wieder losgedüst (Vielen Dank an den Unbekannten und an Tobi😊). Die Zeit, die ich verloren habe, war mir dann erstmal egal, na gut ehrlich gesagt war mein Kopf schon noch eine Weile damit beschäftigt und auch sehr verärgert. Aber mein Ziel war jetzt nur das Rennen fertig zu fahren und kein DNF hinter meinem Namen stehen zu haben.
Dieses Ziel hab ich erreicht! Über die Ziellinie lief ich sehr, sehr glücklich und ich sag´s euch: ab jetzt hab ich immer einen Wechselschlauch dabei!
Wie handhabt ihr das denn? Immer alles dabei? Musstet ihr schon im Wettkampf wechseln?
Freue mich sehr über Tipps und Erfahrungen und wünsche allen einen pannenfreie und vor allem aber eine sturzfreie restliche Saison.
Eure Anna



AM ENDE WIRD ALLES GUT

 

01.07.2019

 

So kurz vor meinem großen Ziel @challengeroth, da kann man schon mal kalte Füße kriegen…😬 7 Monate lang habe ich strikt nach Plan trainiert, es gab gute und es gab weniger gute Einheiten. Bis auf ein paar kleine Zipperlein und zwei Erkältungen bin ich gut durch die Vorbereitung gekommen – verglichen zum letzten Jahr, wo ich wegen Shin Splints & Radunfall absagen musste, schon mal ein Fortschritt 😉 Trotzdem kann ich es noch nicht ganz glauben, dass heute in 1 Woche schon alles – im wahrsten Sinne des Wortes – gelaufen sein wird 😅 Aber ich wäre ja nicht ich, wenn nicht doch noch etwas dazwischen kommen würde. Wie gut, dass ich das in den letzte zwei Woche schon abgehakt habe. Denn nach meinem letzten langen Lauf musste ich feststellen, dass zwei meiner Zehnägel sich offenbar bald von mir verabschieden wollen 🤢 mal sehen, ob die beiden das Rennen noch miterleben werden…Und auch meine schönen Carbon-Felgen haben offenbar keine Lust mich auf den 180km zu begleiten, denn als ich sie letzten Freitag noch schnell zentrieren lassen wollte, mussten wir leider feststellen, dass eine davon gebrochen ist 😱 Aber solche Kleinigkeiten werden mich auf den letzten Metern nicht zu Fall bringen, denn dank dem grandiosen Supporter Guide von pushinglimits habe auch ich mir ein Mantra zugelegt: „Am Ende wird alles gut. Am Ende wird alles gut. Am Ende wird alles gut.“ Und wenn es noch nicht gut ist, dann war es noch nicht das Ende.
In diesem Sinne freue ich mich auf ein unvergessliches Finish in Roth und hoffe viele von euch an oder auf der Strecke tanzen zu sehen 💃🏻🎉
Eure Christina