JANUAR 2020


WER IST DIESER 16:8?

 

27.01.2020

 

Gibt es eigentlich außer mir noch jemanden, der nicht im Intervall fastet?
Alle reden über dieses „16:8“, alle sind begeistert und mittlerweile gibt es kaum mehr jemanden in meinem Umkreis, der nicht auf diese Art und Weise isst und ist. Es kam urplötzlich. Und aktuell, diese Erkenntnis hatte ich letzte Woche, ist es soweit gekommen, dass es sich fast schon merkwürdig anfühlt, wenn man dieser Diät nicht nachgeht.
Kurz für alle, die es nicht kennen (falls es da überhaupt noch jemanden gibt):
Das Prinzip ist, dass die 24 Stunden des Tages so eingeteilt werden, dass man 16 Stunden des Tages am Stück auf Essen verzichtet. In Experimenten mit Ratten wurde herausgefunden, dass dies nicht nur zu ordentlichem Gewichtsverlust, sondern auch zu Schutz vor Diabetes, Herzerkrankungen, Alzheimer und sogar Krebs führt. An Menschen konnte dies allerdings noch nicht bewiesen werden. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Methode zu einem längeren Leben führe. Verständlich, dass fast jeder auf den Zug aufspringt. So läuft das mit dem Zeitgeist...Und viele wollen gar nicht damit abnehmen, sondern sprechen von dem super guten „Gefühl“, das man wohl haben soll, wenn man diese lange Zeit nichts isst. Das alles ist mir aber doch ein wenig suspekt.
Ich mache kein „16:8“. Allein bei dem Gedanken daran graust es mir. Ich bin ein Außenseiter. Außer vielleicht ganz selten wenn ich verschlafe und keine Zeit für Frühstück habe. Aber dann geht es mir definitiv nicht gut, sondern dann leide ich sehr und bin spätestens um 9:15 „hangry“ und brauche mindestens ein, wenn nicht sogar drei Snickers. Ohne Frühstück gehe ich nicht aus dem Haus. Da funktioniere ich auch einfach nicht. Und ohne Mittagessen auch nicht wirklich. Und abends brauche ich auch ein gescheites Abendessen. Für die moderne Gesellschaft ist es wohl völlig abstrus 3 mal täglich zu essen, aber für mich ist das durchaus ein gut funktionierendes System, vielleicht ein wenig oldschool.
Und ihr werdet es nicht glauben: ich fühle mich meisten sehr gut! Das klingt für euch 16:8-ler jetzt sicherlich komisch, aber ich fühl mich einfach gut.

Es soll’s jeder machen, was er mag und was ihm oder ihr gut tut. Aber kritisch hinterfragen sollte man immer, wenn so eine Diät nicht sozialfähig ist. „Nein, danke, ich trinke nur Wasser, ich bin schon bei 16!“ Das ist nicht cool! Und für alle die, die damit nicht abnehmen wollen, frage ich mich, ob das gute Gefühl durch 16 Stunden Nicht-essen wirklich besser ist, als ein schöner feucht-fröhlicher Abend mit Freunden und guten Essen!? Einen weiterer Punkt den ich kritisch sehe, auch wenn bei Triathleten das Wort „Intervall“ in vielen Fällen den Ehrgeiz anspornt, ist das Fasten in Zusammenhang mit einem erhöhten Trainingspensum. Denn: wer trainiert, muss essen. Sonst kann man es auch lassen. Das ist meine Meinung.
Aber vielleicht liege ich auch völlig falsch, so wie mein Papa, als er damals behauptete, dass sich das Internet sicher nicht durchsetzten wird. Vielleicht bin ich auch nur zu unaufgeschlossen und irgendwann machen wir das alle!? Und dann sind alle super gesund und leben ewig. Wer weiß?
Was sagt ihr zu dem Thema?
Einen schönen Montag mit gutem und gesunden Essen wünsche ich euch!
Eure Ida



NEUANFANG

 

20.01.2020

 

Neues Jahr, neue Ziele, neues Glück, Amen
Heute ist der Zwanzigste Januar.

Das Jahr Zweitausendundzwanzig ist also bereits ein paar Tage alt.

Erinnert ihr euch noch an das, was ihr euch vor Vierhundertachzig Stunden, vielleicht in leicht alkoholisiertem Zustand, für das neue Jahr vorgenommen habt?
Klar, und hiermit greife ich euch bewusst vor, wollen wir alle noch fitter, gesünder, schlanker, glücklicher, nicht-rauchender und sowieso ausgeglichener werden.
Ich auch.
Bisschen egoistisch finde ich.

Uns warum brauchen wir für die Formulierung neuer Vorsätze überhaupt ein neues Jahr?

Bei diesen Zielen geht’s doch sowie so nur um uns.

Wir tun uns damit ja etwas Gutes.

Also machen wir es einfach und reden ein bisschen weniger drüber!
Die Zeit die wir somit sparen, haben wir dann frei für andere kleine schöne Dinge , zum Beispiel für die Arbeit hin zum Weltfrieden.
Nein, jetzt mal im Ernst.

Den meisten von uns geht’s doch ganz gut, klar drückt immer irgendwo irgendwas bei irgendwem, das ist voll normal, das kennt denke ich jeder von uns.
Was mir wichtig wäre ist, dass wir neben unseren persönlichen Zielen für das neue Jahr die ja volle Kanne ihre Berechtigung haben auch ein kleines bisschen über den Tellerrand hinaus schauen, dabei vielleicht Ungerechtigkeiten erkennen oder unser Konsumverhalten kritisch hinterfragen und auch da kleine Vorsätze fürs neue Jahr formulieren.
Konkret (und zugegebener Maßen etwas plakativ): Bevor wir uns unser drittes, schnelles, schnittiges Rennradel kaufen und uns dabei noch Sorgen machen , dass der Keller zu klein ist, könnten wir schauen , ob es einen Verein in der Nähe gibt, in dem sich ein Nachwuchstritahlet über das mittlerweile verstaube, andere Rennrad ganz hinten im zu klein werdenden Keller freuen würde.
Nur eine Idee.......
Oder, fast schon ein Klassiker aber oftmals dann doch schwer einzuhalten bezüglich des Konsumverhaltens:
Für jedes neue Teil, welches neu gekauft wird, wir ein anderes verschenkt oder verkauft.
Klingt so simpel.
So jetzt muss hier irgendwie ein Fazit drunter oder eine Pointe her.

Was ich eigentlich sagen will ist:
Lasst uns doch neben den eigenen Wünschen und Träumen auch ein bisschen an uns als Gemeinschaft denken, daran, dass diejenigen, die gerade hier diese Zeilen lesen, wahrscheinlich keine Not leiden müssen und, dass es uns gut geht.

Dann ist es doch gar nicht mehr so schlimm, wenn trotz neuem Jahr noch ein paar Kilos auf den Rippen zu viel oder nicht alle Urlaubswünsche für 2020 umsetzbar sind.
Damit will ich unsere Sorgen und Ängste, Wünsche und Ziele nicht schmälern sondern in Erinnerung rufen, dass das ganze Ding größer ist als wir denken, es gibt mehr als das eine neue Jahr, wir sollten ab und zu weiter denken, globaler und nachhaltiger und dabei glücklicher sein.
Ich finde dafür brauchen wir kein neues Jahr.
Damit können wir problemlos heute beginnen, am zwanzigsten Januar.
Eure Hannah


DER WIEDEREINSTIEG

 

13.01.2020

 

Motivations#mädchenmontag💪🏻 Viele von euch haben es sicherlich selbst schon erlebt - (Verletzungs-)Pause 😖 auch mich hat es nach dem Ironman erwischt. Doch wie steigt man nach einer längeren Pause (ja, ich zähle 2 Monate schon als länger 😉) wieder vernünftig ins Training ein? Zuerst einmal gilt es nicht zu ehrgeizig/früh wieder loszulegen ☝🏻auch wenn es euch schwerfällt und sich selbst euer Umfeld wünscht, dass ihr endlich wieder euren sportlichen Ausgleich bekommt 😬😂🙈 Nach Absprache mit meinem Physio, sah mein persönlicher Wiedereinstieg folgendermaßen aus:
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🏋🏻‍♀️🤸🏻‍♀️ Rumpf ist Trumpf - also Stabi, Stabi und noch mal Stabi
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🌊 Aquajogging geht ja eigentlich immer 😉 auch beim Schwimmen sollte man dagegen auf alles verzichten, was Schmerzen hervorruft: bei mir war das der Brust- & auf Dauer auch der Kraulbeinschlag, also war viel Pullbuoy angesagt
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🚴🏻‍♀️ Nach 1 Monat Pause durfte ich wieder LOCKER rollen (mit weniger als 1 Watt/kg...) und dies dann nach & nach steigern
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🏃🏻‍♀️Nach 2 Monaten ging es behutsam wieder in die Laufschuhe - vor allem beim Laufen sollte man es allerdings nicht direkt übertreiben! Ich begann daher mit 1min laufen + 1 min gehen für maximal 30min 🤷🏻‍♀️ jede Woche durfte ich 1min länger laufen, also 2+1, 3+1, etc.
Mittlerweile bin ich schmerzfrei und fast wieder bei meinen alten Umfängen angekommen, am Tempo arbeiten wir noch 😅
Wie sind eure Erfahrungen mit längeren Pausen? Habt ihr noch Tips? Dann mal her damit!
Eure Christina