MUNTERMACHER MITTWOCH

Die Tage werden kürzer, das Wetter unbeständiger, Erkältungen häufiger, der Himmel grauer und die Stimmung schlechter… Wer kennt sie nicht, die “Herbst- oder Winterdepression”? Wenn man morgens aufsteht und es eigentlich schon hell sein müsste, aber die Wolkendecke vor der Sonne so dick ist, dass gefühlt kein Strahl hindurch kommt und man am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben würd. Wenn man dann doch aufsteht und es so kalt ist, dass noch nicht einmal langes warmes Duschen dabei hilft, so richtig aufzuheizen. Wenn man eigentlich nach draußen möchte, aber es in Strömen gießt und auch den ganzen Tag nicht aufhört. Und wenn einem dann bewusst wird, dass der Winter noch längst nicht angefangen hat und es ungefähr noch Ewigkeiten dauert, bis das ganze ein Ende hat. Dann ist man an seinem Tiefpunkt angekommen und braucht dringend einen Muntermacher! Here we go.

 

Mareike’s Muntermacher für jede Situation ist Schokolade. “Milka Toffee Ganze Nuss” soll ganz besonders gut helfen in doofen Situationen. Das ist zwar sportlich gesehen, ihrer Meinung nach, kontraproduktiv, hellt aber die Stimmung extrem auf.

 

Marieke’s Muntermacher ist nicht Schokolade, sondern Eis. Sie macht an schlechten Tagen am liebsten einen Ausflug mit ihrer besten Freundin zur besten Eisdiele in Heilbronn. Die heißt “Primafila” und Marieke meint, dass man danach gar keine schlechte Laune mehr haben kann. Bei kalten Temperaturen, wenn Eis nicht so passt, rät sie zum Online-Shopping. Bei “asos” oder “edited” findet sie sich immer gern.

 

Tamaras Rezept für ein Tief ist sehr unterschiedlich. Wenn sie beruflich nicht weiter kommt, dann hilft es ihr oft, einfach eine halbe Stunde an die frische Luft zu gehen, es muss nicht unbedingt Sport sein, es kann auch einfach Bewegung sein. Vielleicht noch einen Kaffee und dann geht es weiter...

 

Ines hat eine Gute-Laune-Formel: Regen + schlechte Laune = heiße Badewanne mit viel Schaum, ein Glas Rotwein ein leichtes Buch zum Abschalten und danach ein selbstgekochtes Essen bei einem schönen Film, z.B.: „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Danach noch 5 mal den Soundtrack desselben Films ganz laut rauf und runter hören, weil der Klang des Bandoneons einzigartig ist.

 

Für Tanja gibt es genau drei Muntermacher:

 

  1.  Der Effektive und wohl in diesem Rahmen auch sehr offensichtlich: Sporteln. Schwimmen hat dabei für Tanja Gute-Laune-Garantie und ist zu dieser Jahreszeit komplett wetterunabhängig. Sozusagen Kurzurlaub im Hallenbad, wer die durchschnittlichen Temperaturen kennt, wird nicht widersprechen. Falls Sport erkältungsbedingt keine Möglichkeit darstellt, bleibt Möglichkeit Numero…
  1.  Der Dauerbrenner: MUSIK!!! Musik geht immer, überall und modifiziert die Stimmung in jede beliebige Richtung. Was für Tanja immer funktioniert, um ihre Laune zu heben, ist hingegen ein dunkles Kapitel ihrer Musiksammlung: Unfassbar schlechter deutscher Hip Hop (wahlweise auch guter) oder schlimme tanzbare Musik die sich in den Top 100 finden lässt. Tanja sagt dazu: „Ich schäme mich. Ein bisschen.“
  1. Der Klassiker: Essen. Am besten viel und ungesund, auch dafür schämt sie sich ein wenig. Funktionieren tut es trotzdem. Das Highligh: Pfannkuchen! Schnell und einfach, herzhaft und süß zu verspeisen. Außerdem schützt Speck ja bekanntlich vor Erkältungen und Kidnapping.

 

Alle 3 Punkte lassen sich übrigens auch beliebig kombinieren. Punkt 1 + 3 in Kombination sind auch etwas besser für die Figur. Punkt 2 in Kombination macht eh einfach alles besser.

 

Ida setzt noch einen drauf. Musik allein reicht nicht. So setzt sie sich an einem grauen Morgen am liebsten die fetten Bluetooth Kophörer auf, macht sich im Stile eines Headbangers erstmal halb tanzend ein basisches Müsli. Die komplette WG hält sie dann je nach Tanzstil für verrückt oder vergewissert sich sofort, ob noch alle Pillen im Schrank sind.

 

Wenn Laura’s Laune mal nicht so prickelnd ist, tut es ihr sehr gut sich mit Freunden zu treffen oder zu telefonieren und sich dadurch abzulenken. Laura rät: „ Es ist zwar oft sehr schwierig sich in so einem Moment aufzuraffen, aber einfach machen lohnt sich auf jeden Fall. Ich schlendere dann am liebsten mit Freunden durch die Stadt oder gehe einen Kaffee trinken.“

 

Kathi und Meli sehen das ganz genauso wie Laura. Das heißt, dass Freunde wohl richtig gute Muntermacher zu sein scheinen. Und eigentlich ist da ja auch was dran an dem guten alten Spruch: „Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude!“

 

Kleiner Tipp zum Abschluss: Ruf doch mal wieder eine alte Freundin oder einen alten Freund an, von dem/der du schon ewig nix mehr gehört hast! Ja los! Jetzt!