MIXED MITTWOCH

Wir Racing Aloha-Mädels haben uns richtig gern. Wir trainieren, quatschen  und tanzen zusammen. Weil aber nicht immer ein RA-Mädel in der Nähe ist und wir Männer auch ganz gut finden, haben wir diese Woche den Geschlechtermix gewagt. Lest selbst!

Hannah liebt den Challenge Roth. Zusammen mit ihrer Familie ist sie dort seit vielen Jahren, um die Athleten anzufeuern. Dieses Jahr wollte sie nun selbst das "Challenge-Family-Feeling" erleben und zwar gemeinsam in einer Staffel mit ihrem Freund und Tami: "Die Challenge Roth ist jedes Jahr ein Highlight für mich, weil das bedeutet: ein Wochenende voller Sport, cooler Leute und Camping! Für die Staffel haben Tami und ich noch einen Läufer gebraucht. Und weil wir zwar einen sehr sportlichen weiblichen Freundeskreis haben - aber da wenige Frauen dabei sind, die Marathon laufen und noch weniger, die das ganz spontan machen, haben wir unsanderweitig umgeschaut. Zusammen mit Timm haben wir dann ein richtig tolles Wochenende erlebt und jeder konnte mit einem Lächeln den Staffelchip weiterreichen und auch im Ziel war die Freunde groß! "

Bekommt ihr Trainingspläne? Laura bekommt welche und zwar von ihrem Trainer (einem Mann) und sie schwört auf diese Trainer-Athleten-Verbindung: "Meiner Meinung ist die Trainer-Athleten-Beziehung ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Ich finde es besonders wichtig, dass ich mich zu 100% auf meinen Trainer verlassen kann. Für mich ist das Miteinander nicht nur eine Athleten-Trainer-Beziehung sondern viel mehr eine enge, freundschaftliche Verbundenheit. Für die Planung eines perfekten Trainingsplans ist es für den Trainer wichtig, die äußeren Umstände wie Stress im Beruf/Studium/privaten Leben, aber auch Dinge, wie die Neigung zu Überbelastungen/Krankheit zu kennen. Um einen individuellen Trainingsplan zu erstellen bedarf es also sicherlich engen Kontakts. Daher ist es für jeden individuell wichtig für sich herauszufinden, ob man besser mit einem Trainer oder einer Trainerin zusammen arbeiten möchte. 
Die zwischenmenschliche Beziehung muss einfach passen und es sollte kein Problem sein, offen miteinander zu kommunizieren oder auch konstruktiv Kritik ausüben zu können. Es gibt doch auch kaum Schöneres, als gemeinsam mit einer sehr vertrauten Person tolle Dinge zu erleben und Fortschritte bzw Erfolge feiern zu dürfen, oder? Ich habe bereits viele Sportarten ausgeübt - meine Trainer waren immer männlich und damit bin ich wirklich immer sehr gut gefahren. Allerdings glaube ich, dass es die Männer mit uns Mädels nicht immer leicht haben..."

Ines hat ebenfalls die Vorteile erkannt, auch mal ein paar Kilometer mit den Jungs zu radeln. Und obendrauf macht das auch noch Spaß!

"Ich fahre insbesondere die intensiven Rad-Einheiten super gerne mit Männern, es treibt mich zwar regelmäßig an den Rand der Verzweiflung, weil ich immer wieder genetisch feststellen muss, dass ich einfach KEINE Chance habe. Allerdings weckt es jedes Mal aufs neue meinen Ehrgeiz und auch wenn ich irgendwann mal abreißen lassen muss, klein bei gebe ich erst wenn ich schon fast vom Rad falle. Daher muss ich aufpassen, dass ich nicht zu oft mit den Jungs trainiere, denn dann gibt es kein Zurück mehr und ich bin definitiv alles andere als im GA1 Bereich, aber es macht unendlich viel Spass - für mich eine super Sache. Ich kann mich dann einfach besser quälen und überwinden. Es kommt natürlich ganz klar schon auf die Gruppe an, denn auch die Jungs müssen trotz allem zurückstecken können und sollten zumindest dosiert Rücksicht nehmen - denn wenn jeder bei so einem MIX sein Ding macht, dann sind hinterher alle unzufrieden. Daher ist das Schlüsselwort: Kommunikation. Sprecht ab was, wie viel und wie intensiv trainiert werden soll und es funzt!"

Kathi trainiert regelmäßig mit einem Freund, zusammen. Mit ihm stand sie sogar schon mal ganz oben auf dem Treppchen!

"Natürlich versprühen wir Mädels Frauen-Power und genießen es mit gleichgesinnten zu trainieren, wettzukämpfen oder einfach nur ab vom Sport Zeit miteinander zu verbringen. Da wir allerdings nicht alle beieinander wohnen und es auch sonst nicht ganz so viele Mädels gibt, die gerne mal vier Stunden im Sattel die Straßen unsicher machen, freue ich mich gelegentlich auch über männliche Begleitung. Ganz besonders, wenn mein guter Freund Marc Intervalle mit mir teilt, das ein oder andere „Gebruddle“ von mir erträgt und mich immer wieder mit einem motivierenden Spruch zum Lachen bringt. Leider habe ich es bis dato noch nicht geschafft ihn für seine erste Triathlon-Teilnahme zu begeistern (Laufschuhe hat er schon und Aquajoggen klappt auch ganz gut). Deswegen entstehen immer mal wieder Ideen zu gemeinsamen sportlichen Wettkampf-Einsätzen. So haben wir 2014 beim Kraichgauman (Deutsche Meisterschaften Cross-Duathlon) bei unserem ersten Staffeleinsatz debütiert und gleich gewonnen! Jetzt aber genug, Marc steht schon in den Starlöchern für die nächste Tour."

Wie Mann und Frau gemeinsam ein ganz schönes sportliches Abenteuer über Höhen und Tiefen der Alpen erleben können, hat Tami erlebt:
"Triathlon, eine Sportart, bei der die Abwechslung vorprogrammiert ist. Aber warum sich nicht mal auf EINE der Sportarten konzentrieren und mit dem Rad über die Alpen nach Nizza düsen? Rucksack auf, Routen auf das Garmin laden und los gehts. Klar, kann man sowas auch einfach mit 'ner guten Freundin machen, aber für zusätzlich Unterhaltung haben zwei männliche Weggenossen gesorgt. Ich durfte mit Judith, Timo und Tony aus meiner Studentenstadt München das Abenteuer erleben. 
Während Judith und ich die Berge meist gemeinsam hochgestrampelt sind (strampeln so gut es geht mit einem 20 kg Rucksack auf dem Buckel) haben wir die unkaputtbaren Bergziegen meistens vorgeschickt, damit wir sie nicht langweilen. Das haben sie auch ab und an gemacht. Wenn denen aber langweilig wurde, haben sie sich uns angepasst und uns mit ihren Witzen unterhalten  - und ganz ehrlich: auch wenn man oft an seine Grenzen kommt, es tut gut, von ein bisschen ‚Müllgelaber‘ von den langen, teils steilen Anstiegen abgelenkt zu werden. Auch wenn wir uns während dessen dem nicht ganz bewusst waren, war ich im Nachhinein sehr froh über deren Begleitung."
Fast noch in Windeln düste Tanja mit Ihren Onkels um die Wette: "Mix up you Training - so ging es bei mir zumindest mit dem Radfahren los. Ich bin immer mit meinem Vater und meinen Onkels auf dem Rad durch die Gegend geflitzt. Früher hinterher, heute vorne weg versteht sich! Doch daran sind die Herren selbst schuld. Ich habe durch die vielen Kilometer am Hinterrad gelernt ein gleichmäßiges Tempo zu fahren, auch wenn der Puls hämmert. Ich hab gelernt harte Antritte mitzugehen und konnte mir so einige Tricks und Kniffe fürs Material abschauen. Wir Mädels sind sehr oft total vernünftig beim Training. Wattwerte, Zeit- und Pulsvorgaben werden eingehalten. Manchmal tut Knallgas und ein Ortsschildsprint aber einfach gut. Dafür ist es gar nicht mal schlecht ein paar Herren der Schöpfung dabei zu haben.
Doch Achtung! Jungs /Männer die von Anfang an sagen: „Ich glaub wir können nicht gemeinsam trainieren. Das passt vom Tempo einfach nicht!“ oder euch einfach in der Pampa stehen lassen, weil ihr den Schnitt versaut, solltet ihr sofort aus dem Trainingstelefonbuch streichen.  Das sind nämlich genau die, die am Ende in der Ergebnisliste hinter einem stehen. Knallgas kann mal gut sein, aber bei nur Dauer-Knallgas der Motorschaden vorprogrammiert.  Vernunft ist eben doch eine Tugend."

Ida mag es gern mal bunt gemischt im Wettkampf, ihr Tipp: die kurz und knackigen Team-Relays! "Ein geniales Event, was man MIXED bestreiten kann. Das funktioniert so, dass jeweils zwei Frauen und zwei Männer gemeinsam ein Team bilden. Jeder einzelne absolviert einen Mini-Triathlon, klatscht nach dem Laufen den nächsten Athleten ab, der dann los schwimmt und so weiter…: Frau – Mann –Frau –Mann. Meistens sind das ultra-kurze Formate, die das Laktat so richtig explodieren lassen. Dafür ist Spaß garantiert! Und man hat ein geschlechterübergreifendes Mannschaftserlebnis. Die berühmteste Team Relay im Profi-Bereich ist in Hamburg im Rahmen der ITU World Triathlon Series. Dort wird jeweils vier mal 300 m geschwommen, 6,6 km Rad gefahren und 1,6 km gelaufen. Geil!"

 

Meli berichtet schmunzelnd von einem Raderlebnis mit Ida: "Alte Männer haben ganz schön Rad-Druck! Vor ein paar Jahren hatten Ida und ich die Idee nach dem Wettkampf in Waiblingen noch mit dem Rad zurückzufahren. Ein älterer Herr wollte uns begleiten. Noch unerfahren haben wir angenommen, dass das wohl eine sehr gemütlich Tour werden würde und haben uns da aber gewaltig getäuscht. Wir kamen total platt in Tübingen an!"

 

Auch unser Kücken Marieke weiß schon, was sie vom Training mit den Männern hat: "Für mich macht das Training mit Jungs beim Radfahren besonders viel Sinn, denn es soll ja noch Männer der Sorte Gentleman geben und so muss man zum Beispiel beim 2er-Reihe fahren nicht auf der Seite zur Straßenmitte fahren und vermeidet so den Kontakt mit unfreundlichen Autofahrern, die einen fast vom Rad schmeißen. Kann man dann mal nicht mehr, hat man immer jemanden der guten Windschatten abgibt. Trainingseffekt: Oh ja, auch da macht das gemeinsame Training für Frau Sinn. Denn ich müsste lügen, wenn ich sagen würde es macht keinen Spaß das männliche Geschlecht im Training stehen zu lassen und einfach alles rauszuhauen um seinen ego zu brechen. Zusätzliche Motivation ist also garantiert!"
 
Zum Abschluss kramt Mareike noch eine lustige Mixed-Geschichte hervor: "Deses Jahr ist mein Freund in Hassmersheim beim Jedermann Triathlon gestartet. Ich selbst war nur als Unterstützung und Schlachtenbummler dabei. Da dort die Zeit von der Startnummernausgabe bis zum Start sehr lange ist, habe ich die Zeit sinnvoll genutzt und war acht Kilometer laufen und rechtzeitig zur Wettkampfbesprechung zurück. Nach einer Weile hat mich ein ziemlich aufgelöster Mann angesprochen mit den Worten "Unser Staffelläufer ist ausgefallen. Wir suchen jetzt noch jemanden, der für ihn einspringt. Hast du Lust?" - wie sollte ich da "Nein" sagen?! Also habe ich noch eine kleine schnelle Laufeinheit angehängt und bin mit zwei sehr netten Lehrern aus Sinsheim in der Staffel gestartet. War sehr lustig und hat Spaß gemacht!"